Mehrere Einbrüche in Spielhallen im September 2021

Einbruch

Einbrüche in Spielhallen sind keine Seltenheit, denn die Täter hoffen oftmals große Geldsummen auf einmal holen zu können. Am Montagabend, den 13.09.2021 haben noch unbekannte Täter gleich zwei Spielhallen in Deutschland überfallen. Einmal in Nordrhein-Westfalen und einmal in Niedersachsen. Beide Male handelte es sich um Männer, die mit einer Summe an Bargeld fliehen konnten.

Überfall in NRW

In NRW fand der Überfall in einer Spielhalle in Elsbach statt. Der Täter kam mit einer Pistole bewaffnet in die Spielhalle und bedrohte damit die 25 Jahre alte Angestellte. Nachdem er nach dem Bargeld in der Spielhalle verlangt hat, sei der Täter anschließend mit der gemachten Beute wieder durch den Haupteingang geflüchtet.

Neben der Angestellten selbst, wurde der Täter bei seiner Flucht draußen auf dem Parkplatz noch von drei Zeugen gesehen. Diese beschrieben ihn als sportlichen Typen mit breiten Schultern. Außerdem sei er zwischen 1,70 und 1,80 m groß gewesen. Gekleidet war er mit einem schwarzen Kapuzenpullover und er trug eine FFP2-Maske.

Die Polizei bat nun auch die Bevölkerung im Rhein-Erft-Kreis um Hilfe bei der Suche nach dem Übeltäter. Man hofft weitere Zeugen und somit auch weitere Hinweise zu bekommen, um den Mann schnellstmöglich fassen zu können.

Überfall in Niedersachsen

In einer Spielhalle in Niedersachen fand am Montagabend ebenfalls ein Überfall statt. Genauer fand der Überfall gegen halb neun abends in Osterode statt. Die Angestellte war gerade dabei das Geschäft mit den Einnahmen zu verlassen, als ihr der Täter auflauerte, sie überfiel und anschließend mit der Beute flüchtete. Die Mitarbeiterin verletzte sich dabei leicht. Ihrer Aussage nach soll der Täter zwischen 1,60 und 1,70 m groß und schlank gewesen sein. Nun sucht die Polizei nach dem Täter und nach möglichen weiteren Zeugen.

Überfälle auf Spielhallen wenig lukrativ

Mittlerweile sind Überfälle auf Spielhallen eigentlich wenig lukrativ, da die Sicherheitsmaßnahmen mit der Zeit immer schärfer geworden sind. Dennoch kommt es immer wieder zu solchen Überfällen in Spielotheken. Dabei ist die Beute am Ende dann meist aber eher gering. Die Betreiber der Spielhallen wenden nämlich unterschiedliche Vorkehrungen an. Die Bestände an Bargeld werden in der Regel beispielsweise sehr geringgehalten. Dafür wird das Geld regelmäßig zur Bank gebracht. Des Weiteren haben Tresore Zeitschalter, wodurch sie nicht einmal von autorisierten Angestellten geöffnet werden können. Wer dennoch einen Überfall versucht, verschwindet dann meist lieber ohne die Beute, anstatt Zeit zu verlieren.

Leitfaden mit Sicherheitsvorkehrungen

Für mehr Sicherheit wurde in diesem Jahr auch ein Leitfaden von der VBG (Verwaltungs-Berufsgenossenschaft) für Betreiber herausgegeben. Darin wird zum Beispiel aufgeführt, dass die Geldbestände von Unberechtigten gar nicht erst eingesehen werden sollen. Die Angestellten müssen ein geeignete Alarmierungsmöglichkeit haben, damit sie Hilfe anfordern können und zudem wird empfohlen Überwachungskameras zur Abschreckung gut sichtbar zu platzieren. Auch zeitverzögerte Systeme beim Zugriff auf den Geldbestand könnten eine Möglichkeit sein. Auf die Anwendung dieser Verzögerung sollte dann auch deutlich hingewiesen werden, um Täter vom vornherein abzuschrecken. Sollte ein Täter dennoch darauf drängen, dass der Zugang zu den Geldbeständen gewährt wird, sieht er sich mit der Zeitverzögerung konfrontiert. Da die Täter in der Regel keine Zeit verlieren wollen, kann die Anwendung dafür sorgen, dass die Täter spätestens dann schnell verschwinden.

Bei alldem muss der Schutz der Opfer aber immer an erster Stelle stehen. Im Ernstfall müssen die Betreiber also dafür sorgen, dass die Angestellten geschützt sind.  So steht es auch in den Grundgesetzen.

Fazit

Überfälle in Spielhallen sind keine Seltenheit und dass, obwohl sich ein solcher Überfall mittlerweile gar nicht mehr wirklich lohnt. Das liegt zum einen daran, dass die Geldbestände vor Ort klein gehalten und oftmals verschiedene Präventionsmaßnahmen angewandt werden. Hin und wieder kommt es aber, wie kürzlich erst in NRW und Niedersachen, zu unerfreulichen Überfällen, die gerade bei den Angestellten böse Spuren hinterlassen können.